Perspektiven schaffen – drogenfrei leben – nachhaltig wirtschaften

Fahrradgarage im alten Kuhstall

Die Bedeutung der Fahrräder für die Hofgemeinschaft

Das Fahrradfahren hat schon immer eine große Bedeutung für die Bewohnerinnen und Bewohner der Lebensgemeinschaft. Es ermöglicht Bewegungsfreiheit, Flexibilität und Unabhängigkeit

Die Möglichkeiten, sich mit Zweirädern in der Gemeinde Cölbe und im Landkreis Marburg zu bewegen, sind vielfältig. Sportliche Fahrten durch den Burgwald, der kurze Weg zum Dorfladen Schönstadt, gemeinschaftliche Ausflüge zum Kirchhainer See, in die Oberstadt nach Marburg, um die studentische Atmosphäre zu genießen, der Besuch von Freunden in der Umgebung oder einfach der Wunsch nach Ruhe und Natur.   

In den letzten Jahren hat sich das Bewusstsein über die Bedeutung des Fahrradfahrens für die Hofbewohner gesteigert. Es ist weitaus mehr als ein Trend, der zum aktuellen Zeitgeist passt. Dies zeigte euch eine intensive Betrachtung unserer Mobilität durch externe Fachleute. Im erstellten Mobilitätskonzept steht das Radfahren auf derselben Stufe wie Elektromobilität oder Carsharing.  

Bisher fristeten die vielen Räder auf Hof Fleckenbühl eher ein Schattendasein. So standen die Fahrräder meist dem Wetter ausgesetzt auf verschiedenen Abstellplätzen, verstaubt in einem Abstellraum des Ziegenstalls oder versteckt in Räumen der Arbeitsbereiche. Beim Suchen nach einem geeigneten Raum für eine Fahrradgarage stieß man schnell auf den alten Kuhstall. Ein großer, gut beleuchteter und trockener Raum, der zentral auf dem Hof liegt. Kühe stehen hier schon lange nicht mehr, hier lagerten bislang Saatgut und Maschinen der Landwirtschaft. Der alte Kuhstall bietet heute Platz für 56 Fahrräder, für sechs Elektrofahrräder sowie einen Elektro-Roller. 

Die Abstellplätze sind nummeriert und werden zentral vergeben. Jeder Bewohner hat die Möglichkeit, sein Rad sicher abzustellen. Es gibt etwa 20 „Gemeinschaftsräder“, die von allen Bewohnern genutzt werden können. Im Keller von „Haus 1“ ist seit Jahren die Fahrradwerkstatt untergebracht. Hier können Reparaturen durchgeführt werden und aus alten Rädern entstehen neue „Gemeinschaftsräder“. Damit können neue Hofbewohner Verantwortung für ein Rad übernehmen und sich als „Paten“ um die Räder kümmern. 

Auch die Fleckenbühler nutzen Elektrofahrräder immer mehr. Die Räder können von allen Bewohnern ausgeliehen werden. Bei den Mitarbeitern des sozialen Bereichs im Aufnahmehaus können die E-Bikes reserviert und die Schlüssel und Akkus abgeholt werden. Das Angebot wurde in den letzten Jahren so gut angenommen, dass der Wunsch nach zwei weiteren Rädern aufkam. Genau in diesem Moment erreichte uns das Unterstützungsangebot eines uns sehr verbundenen Ehepaars, das uns schon seit vielen Jahren unterstützt: Dank der großzügigen Spende konnten wir zwei neue Elektrofahrräder anschaffen. Die Auswahl der Räder fiel auf ein sehr robustes langlebiges Modell mit einem besonders leistungsstarken Akku für lange Fahrten. 

Zwei neue E-Bikes für die Hofgemeinschaft

Dank der positiven Entwicklung und der Wertschätzung der Fahrrad-Mobilität werden die jetzigen und zukünftigen Bewohner viel Freude mit den beliebten Zweirädern haben. 

portrait-johannes-heckmann-kontakt

Unser Autor

Johannes Heckmann
Leitung Öffentlichkeitsarbeit

ed.relheubnekcelfeid@nnamkceh.j

Johannes ist seit 2014 Fleckenbühler mit ganzem Herzen. An allen drei Fleckenbühler Standorten zu finden und immer mit einem Blick für die Menschen und die (Erfolgs)Geschichten. Heute ist er als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit für die Pressearbeit und diese Website verantwortlich.

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